Mittwoch, 18. Oktober 2017
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Chronik der freiwilligen Feuerwehr Heede / Ems

Bereits 1812 wurde im Etat der Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde Heede für eine Feuerspritze mit dem nötigen Zubehör 1200 Franc und dem Gebäude zur Aufbewahrung der Feuerspritze 300 Franc erwähnt. Ob es zu dieser Zeit eine Feuerwehr gab, ist nicht bekannt.

Nach den Erinnerungen älterer Mitbürger bestand in den 20er und 30er Jahren in Heede eine Feuerwehr. Danach war Otto Schulte von 1935 bis 1946 Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Heede. Weitere Unterlagen sind leider nicht vorhanden.

Im Jahre 1946 wurde in Heede eine neue Feuerwehr aufgestellt. Zusammen mit den mittlerweile verstorbenen Kameraden Robert Jansen, Johann Mauer, Johann Assies, Johann Connemann, Hermann Telgen, Hildebert Sürken, Bernhard Westrup, Heinrich Hunfeld I. und Heinrich Hunfeld II, Heinrich Griep, Hermann Schulte und Albert von Hebel gründeten die noch lebenden Mitglieder Gerhard Brand, Reinhold Schade und Herman Hackmann-Terhorst die neue Feuerwehr. Mit bescheidenen technischen Hilfsmitteln und ohne persönliche Schutzausrüstung begannen die Männer der 1. Stunde die Feuerwehrarbeit unter Leitung von Robert Jansen.

1947 wurde ein neues Spritzenhaus errichtet. Gleichzeitig wurde der Feuerlöschverband mit Dörpen aufgelöst. Im Jahre 1949 übernahm Gerhard Brand das Amt des Gemeindebrandmeisters. Diese Aufgabe übte er bis Anfang der 70er Jahre aus. Sein Nachfolger wurde Johann Mauer, der dieses Amt in den 80er Jahren an Johann Hunfeld weitergab.

1950 gründeten die Gemeinden Dersum und Heede den Feuerlöschverband Heede-Dersum, dessen langjähriger Vorsitzender der frühere Bürgermeister Bernhard Thörner war. Seit dieser Zeit verbindet die Wehren eine freundschaftliche Zusammenarbeit, die sich auch in den Einsätzen zeigt.

1960 erhielt Heede ein Tanklöschfahrzeug und wegen der ungünstigen Löschwasserversorgung im Jahre 1964 eine sogenannte Zisterne. 1967 wurde in Heede ein modernes Löschgruppenfahrzeug in Dienst gestellt.

Drei "Zivilisten" waren über Jahrzehnte eng mit der Feuerwehr verbunden.

Bild - Bernhard Thoerner

 

 

Bernhard Thörner als Bürgermeister und Verbandsvorsitzender

Bild - Gerhard Cloppenburg

 

Gerhard Cloppenburg als Gemeindesekretär konnte wegen seiner schweren Kriegsbehinderung nicht am aktiven Dienst teilnehmen, er stand aber  immer zur Verfügung, wenn es darum ging, die schriftlichen und organisatorischen Aufgaben der Feuerwehr zu erledigen.

 

 

Bild - Anni Fugel

Und dann gab es noch eine “Mutter der Feuerwehr”, Anni Fugel. Sie stand zu jeder Tag- und Nachtzeit bereit, um die Notrufe der Bürger entgegenzunehmen. Als Leitstelle der Heeder Feuerwehr bediente sie fast 40 Jahre lang die Sirene. Auch wenn es darum ging, die Feuerwehrkameraden nach langen Einsätzen zu versorgen,  war Anni Fugel zur Stelle.

 

Wie in anderen Gemeinden auch, ging die Trägerschaft der Feuerwehr in den siebziger Jahren auf die Samtgemeinde, in diesem Fall Dörpen, über. Im Laufe der Jahre erhielt Heede dann ein neues Tanklöschfahrzeug (1981), sowie als eine der ersten Feuerwehren einen hydraulischen Rettungssatz. Im Jahre 1990 wurde ein neues Löschgruppenfahrzeug angeschafft. 1994 wurde das jetzige Feuerwehrhaus mit viel   Eigenleistung gebaut. Nach der Erreichung der Altersgrenze trat Hunfeld 1997 ab. Die Wehr wählte Heiner Wegmann zum Ortsbrandmeister. Im Jahre 2000 wurde  das alte hydraulische Rettungsgerät durch ein modernes Gerät ersetzt.

Am 26 Mai 2001 konnte Ortsbrandmeister Heiner Wegmann im Feuerwehrhaus zahlreiche Gäste und Feuerwehrkameraden anlässlich der Fahnensegnung begrüßen. Zuvor hatte Pfarrer Krallmann in einer Messe in der Marienkirche die Fahne gesegnet.

Nach 20 Jahre Dienst, wurde im Jahre 2002 die TS 8/8 von der Firma Bachert durch eine neue TS 8/8 Ultra Power der Firma Ziegler ersetzt.

Zum 1. April 2004 übernahm Heiner Wegmann die Leitung der Ortsfeuerwehren Dörpen, Heede, Dersum und Kluse (Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Dörpen), nachdem der bisherige Amtsinhaber Heinrich Specker wegen Erreichens der Altersgrenze ausscheiden musste. Die Wehr wählte Bernd Bögemann zum Ortsbrandmeister und Hans Koop zum stellvertretenden Ortsbrandmeister.

2009 kam ein MTF hinzu, das den Transport der eingesetzten Kameraden zur Einsatzstelle sicherstellt. Dieses Fahrzeug wurde in Eigenleistung mit Drucker/Fax und Telefon ausgestattet. Auch im Jahre 2009 wurde ein TLF16/25 angeschafft. Ausgerüstet mit Hochdrucklüfter, leistungsstarkem Rettungsgerät und mit 3000 Liter Wasservorrat ist dieses Fahrzeug auf die immer umfangreicher werdenen Aufgabenbereich durch Gewerbe, Industrie und BAB 31 bestens zugeschnitten.

Am 28 und 29 April 2012 feierte man das 200-jährige Bestehen mit einer "plattdütsken Misse" im großen Festzelt am Marktplatz. Zum anschließend Kommersabend konnte man zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Mit einem Umzug durch die Gemeinde wurde am zweiten Tag das Fest begonnen und wurde mit einem bunten Feuerwehrnachmittages auf dem Marktplatz beendet.

Durch das interkommunale Gewerbegebiet Green Energy Park war es notwendig geworden, die Heeder Wehr technisch weiter aufzurüsten. Mit durch den Betreiber Tennet bereitgestellten Mitteln wurde 2014 ein Feuerwehranhänger mit Rollcontainer angeschafft. Die Beladung umfasst Gerätschaften zur umfangreichen Ausleuchtung sowie Schläuche und Pumpe.

Zum 1. Dezember 2015 übernahm Reiner Wegmann die Leitung der Wehr, nachdem der bisherige Amtsinhaber Bernd Bögemann wegen Erreichens der Altergrenze ausscheiden musste.